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Die Familie des Schweigens - Unterarten I

Das dumpfe Schweigen:
verbreitet im Allgemeinen eine graue, trübe Atmosphäre, die den Blick nach vorne vernebelt. Hoffnungslosigkeit gehört zu seinen engsten Freunden.

Das melancholische Schweigen:
ist die verfeinerte Schwester des dumpfen Schweigens. Sie hat ein Herz für Kultur und Philosophie und treibt sich daher mit Vorliebe in den Bouduoirs, Ateliers und Salons von Dichtern und Denkern herum. Sie neigt zu einem übermäßigen Genuß von Alkoholika und anderer Rauschmittel.

Das maskuline Schweigen:
das Schweigen des Lonesome Riders, des einsamen Wolfes, das Schweigen des Machers, nicht das Geplapper des Schwätzers. Der Rest ist Schweigen…

Das erotische Schweigen, auch „prickelndes Schweigen“ genannt:
eines der aktivsten Mitglieder der Schweigefamilie. Das e.S. erzeugt das vibrierende Echo einer unausgesprochenen Verheißung und kann dabei eine Intensität erreichen, die einem das Mark aus den Knochen saugt.

Das absente Schweigen:
Dieser flinke Bursche kennzeichnet sich dadurch aus, dass er verzweifelt gewünscht wird, aber nie da ist, um diesem Wunsch Genüge zu tun. Er flieht mit Vorliebe vor denen, die gerade gnadenlos zugetextet werden. Das absente Schweigen ist das Spielkind in dieser Familie.

Das erzwungene Schweigen:
Dieses Schweigen ist das Kellerkind der Familie. Es schweigt nicht aus sich selbst heraus, sondern wird durch die Umstände dazu gezwungen. Viel lieber würde es von der Wahrheit verkünden, aber was nicht sein darf, darf nicht sein.
27.4.06 09:46
 


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bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Light / Website (27.4.06 19:55)
Also ... besonders dieses Spielkind kommt mir sehr bekannt vor. Da redet jemand Fort Knox zu silber und es huscht herbei. Genau in dem Moment, als man aufatmen will, man es wagt, einen eigenen Gedanken zu fassen, streckt es einem die Zunge heraus und dematerialisiert sich.


Gabi / Website (29.4.06 08:26)
Gut getroffen!

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