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Die Familie des Schweigens - Unterarten II

Das Schweigen im Walde:
die alternde Diva unter den Schweigen, die auf Familientreffen regelmäßig niedergeschwiegen wird, wenn sie den guten alten Zeiten nachhängt, da sie als ein positiver, naturverbundener Zustand verehrt wurde. Mit der Zeit alt und faltig geworden und genauso grau, wie die überbaute Natur um sie herum, hat sie genau die Ironie entwickelt, die man heute mit ihr verbindet.

Das bequeme Schweigen, auch bekannt als „Mein Name ist Hase, ich weiß von nichts.“:
diese Form des Schweigens war eh und je ein schmieriger junger Blender. Er kommt als Loyalität getarnt daher, scheut sich im Eigentlichen aber nur davor, Auseinandersetzungen auszufechten. Im Zuge des allgemeinen Niedergangs von Moral und Sitte, gibt es sich in neuester Zeit nicht einmal mehr die Mühe, Loyalität vorzugaukeln. Man könnte sagen, dass der Blender seine Schuhe nicht mehr poliert, die Bartwichse vergisst und insgesamt einen ziemlich verlotterten Eindruck macht.

Das meditative Schweigen:
dieses Schweigen tritt immer in doppelter Ausführung auf. Es gruppiert sich links und rechts vom Meditierenden, so dass es ihn in seiner Meditation unterstützt. Das med.S versenkt sich in die Aufgabe, dem Meditierenden den Weg in die höheren Sphären zu ebnen, damit sein Fuß nicht an einen Stein stoße und so seine Konzentration gefährde. Das med.S. ist das lichteste Schweigen in der Familie. Da es meistens auf anderen Bewußtseinsebenen verkehrt, wird es von den anderen gerne mal als leicht versponnen tituliert.

Das gefräßige Schweigen:
Dieses Schweigen ist eines der geräuschvollsten Schweigen überhaupt. Es drückt sich aus in Schlucken, Schmatzen, prusten, schlürfen und gelegentlichem genussvollen Stöhnen. Damit kann es bisweilen die Lautstärke einer leise geführten Konversation durchaus übertreffen. Das gefr.S. ist ein wahrer Nimmersatt und Vielfraß, kann nie genug bekommen und futtert sich selbst regelmäßig ins Aus.

Das gemütliche Schweigen:
Dieses Schweigen ist ein guter Freund. Wo er sich niederlässt, da ist kein Platz mehr für Alltag und Hektik, Stress oder Sorgen. Über wessen Schulter er seinen Arm legt, der braucht kein Wort mehr, um sein Gegenüber zu verstehen. Ob es sich um ein trautes Zusammensein oder eine große Runde handelt, ist dem gem.S einerlei – seine Ruhe reicht für viele.

Das eisige Schweigen:
unerschütterlich, einem Iglu gleich aus eisigen Ziegel errichtet. Kann nur unter günstigsten Bedingungen zum schmelzen gebracht werden.

Das desolate Schweigen:
dieses Schweigen ist verwirrt, hat meistens Kopfschmerzen oder andere psychosomatische Befindlichkeiten und strahlt dieses Chaos mehr oder minder konzentriert an die Umwelt aus. Dadurch wird es zur leichten Beute für das investigative Schweigen. Das des.S. wird durch das Fehlen jeglicher Selbstkontrolle gekennzeichnet. Meist endet es in einer Aufwallung des sich-selbst-nicht-ertragen-können und mündet dabei in einem geräuschvollen emotionalen Ausbruch.

Das investigative Schweigen:
zäh, ausdauernd, bohrend. Dieses Schweigen bekommt meistens, was es will: Antworten. Mit einem Minimum an Geräuschen versucht es ein Maximum an Reaktion zu erzielen. Dabei wird es niemals von einer lohnenden Spur (meist ein desolates Schweigen) ablassen.
Eine Sonderform des inv.S. ist das analytische Schweigen, dass mit etwas mehr Ruhe daher kommt und mit Vorliebe eine immer kokelnde Meerschaumpfeife schmaucht.

Das Schweigen der Toten:
Dieses Schweigen ist das nobleste von allen, da es nicht mehr gebrochen werden kann. Diese Unnachgiebigkeit schüchtert den Rest der Familie oft ein. Berührungsängste schieben einem warmherzigen Kontakt zum S.d.T einen Riegel vor. Daher steht das S.d.T. oft nur am Rande des Clans, diesen mit einer Spur Missbilligung betrachtend. Es hat vor allem den gestrengen Blick auf die sehr aktiven Schweigen geworfen, die sich in ihrem Übereifer schnell selbst zunichte machen. Das dies einer Annäherung nicht dienlich ist, muss nicht extra betont werden.
27.4.06 09:52
 


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bisher 3 Kommentar(e)     TrackBack-URL


marinasa (27.4.06 20:03)
Ich weiß ehrlich gesagt jetzt nicht so richtig, aber ich weiß jetzt auch nicht wirklich was ich jetzt sagen soll.
Also schweige ich lieber



Irmgard / Website (27.4.06 23:00)
Ich finde deine Sachen gut! Hab jetzt schon das zweite Mal reingelesen. Dass es so viele verschiedenen Schweigen gibt, ist interessant - war mir so nicht bewusst. Dir liebe Grüße und ein schönes Wochenende,
Irmgard


Gabi / Website (29.4.06 08:32)
@ marinasa
Oops, diese Wirkung wollte ich eigentlich nicht erzielen *schmunzel* Auf der anderen Seite muss ich jetzt mal intensiv über das ratlose Schweigen nachdenken

@Irmgard
Danke dir für die lieben Worte .. und ein Versprechen: es gibt noch viele andere Arten von Schweigen - und ich hoffe, sie nach und nach zu erforschen. Mal schauen, was dabei rauskommt.

Ein schönes Wochenende euch beiden
Grüßle, Gabi

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